Diagnostische Basis

Der Ursprung

Der Begriff Diagnostik ist aus dem griechischen διαγνωστικός hervorgegangen, was so viel bedeutet wie zum Unterscheiden geschickt oder auch unterscheidende Beurteilung. Im heutigen Verständnis ist der Kern der Diagnostik das Erkennen von etwas nicht Offensichtlichem, das zudem nicht jedem ohne Weiteres zugänglich ist.

Worum es uns geht

Die Intention angewandter Diagnostik ist aus unserer Sicht ein Erkenntnisgewinn zur Unterscheidung zwischen Personen mit dem Ziel, eine fundierte Grundlage für Entscheidungen bzw. Handlungen zu bieten, wobei zur Informationsgewinnung Methoden der wissenschaftlichen Psychologie angewendet werden. Dabei geht es sowohl um inhaltliche Themen wie z.B. das Erkennen von persönlichen Fähigkeiten, Eigenschaften oder Motiven. Aber auch statistische Methoden helfen dabei, Erkenntnisse über Potenziale und Kompetenzen zu erlangen.

Anforderungsanalyse als Voraussetzung

Die Vorgaben der Eignungsdiagnostik-Norm (DIN 33430) im Hinblick auf die Grundlagen der diagnostischen Arbeit sind klar: Ohne Anforderungsanalyse und Festlegung des Zielbereichs, für den eine Aussagen getroffen werden soll, ergibt der Einsatz diagnostischer Instrumente nur wenig Sinn. Wichtig ist es deshalb, im Vorfeld die Anforderungen zu definieren und dann die dazu passenden Instrumente zu definieren bzw. zu konzipieren.

Grundlagen der Diagnostik

Es hat sich bewährt, die diagnostische Basis in drei unterschiedliche Bereiche aufzuteilen, die jeweils mit anderen Methoden und Instrumenten erfasst werden können. Damit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Beruf das „Richtige“ tun, müssen sie über das relevante Wissen verfügen, Umsetzungskompetenzen haben und die Tätigkeit letztendlich auch ausüben wollen, also die passende Motivation dafür mitbringen. Das klingt simpel, ist in der diagnostischen Arbeit jedoch herausfordernd, da für jeden Bereich unterschiedliche Instrumente und Blickrichtungen erforderlich sind. Und letztendlich wird man erst, wenn jemand eine Aufgabe tatsächlich bearbeitet, sagen können, ob er oder sie dabei erfolgreich ist.

Deshalb erfordert eine umfassende Einschätzung der Kompetenzen die Kombination unterschiedlicher Instrumente – bewährt hat sich dabei insbesondere jene von Face-to-Face Verfahren mit objektiven Instrumenten wie Online-Assessments. Hierbei wird die Aussagekraft (Validität) eines einzelnen Instruments in Verbindung mit weiteren noch erhöht.

Vom Allgemeinen zum Besonderen

Das gilt insbesondere für psychologische Testverfahren, die als nützliche Informationsquellen im Zusammenspiel mit anderen Methoden eine sinnvolle Grundlage für Personalentscheidungen bilden. Daher sind sie ein wichtiger Bestandteil der diagnostischen Praxis. Aus demselben Grund beinhaltet unsere Online-Testplattform PERLS® ausschließlich normierte Verfahren, die für objektive und faire Vergleichbarkeit zwischen Personen sorgen, verbunden mit hohen Anforderungen an Reliabilität (Zuverlässigkeit) und Validität (Aussagekraft).

Das Fazit ist: Arbeitsverhalten, Persönlichkeitseigenschaften, Erfahrungen und Erfolge einer Person liefern im Ganzen betrachtet den Rahmen zur Einschätzung ihrer Passung, Eignung bzw. des Potenzials im Hinblick auf eine bestimmte Tätigkeit.